Menschen mit Gott in Berührung bringen: Das neue Seminarangebot zum PRAXIS-Buch „Segnen“ hat jetzt Menschen aus unterschiedlichsten Gemeinden angezogen. Sie alle wollen Gottes Segen in ihrem Alltag und ihren Gemeinden weitergeben.

Menschen zu segnen – diese Praxis, ihnen Zuspruch aus Gottes Wort zu geben, unter Auflegung der Hände und dem Hören auf Impulse des Heiligen Geistes für sie zu beten, ist seit den Anfängen der charismatischen Erneuerung fester Bestandteil von Lobpreisgottesdiensten und Gebetszeiten. Mit den Erneuerungsbewegungen aus katholischer Kirche, Baptistenbund und Bund FeG machen wir die Erfahrung: Die Sehnsucht von Menschen nach dem Segen Gottes und einer Erfahrung mit Gott ist ungebrochen! Beim Seminar „Segnen“ haben sich jetzt 26 Teilnehmer darin schulen lassen, wie sie andere Menschen im Rahmen eines Gottesdienstes oder einer Gebetszeit segnen können. Sie alle wollen ihr Wissen und ihre Erfahrungen zuhause einsetzen – in ihrer katholischen, baptistischen, evangelisch-landeskirchlichen Gemeinde, ihrer Brüdergemeinde und landeskirchlichen Gemeinschaft. Das Seminar zu unserem ökumenischen PRAXIS-Buch „Segnen“ hat ihnen geholfen einzuüben, worüber die erfahrenen Referenten Christoph und Christine Siekermann im Buch schreiben, und hat viele praktische Fragen beantwortet.
Biblische Grundlagen lernen und Segnen einüben
Offensichtlich bleibt das Thema „Segnen“ wichtig: Aus so unterschiedlichen Gemeinden waren die Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen (mit teils weiten Anfahrten) zum Kloster Bursfelde in Hannoversch Münden (Niedersachsen) angereist. Einige waren schon in Segnungsteams in ihren Gemeinden aktiv, andere hatten sehr tiefe Erfahrungen beim selbst Gesegnet-Werden gemacht. Alle wollten mehr über die Hintergründe erfahren und dazulernen: Entsprechend führte Pfr. i.R. Christoph Siekermann in biblische Texte über Segnung und Salbung ein. Dann ging es ins „Labor“: In vier Kleingruppen wurden bestimmte Aspekte des Segnens praktisch erprobt, eingeübt und gemeinsam reflektiert.
Schön war zu sehen, wie sich eigene Worte und Formulierungen ergaben und das Gebet in großer Vielfalt erlebt wurde. Wie unterschiedlich Bibelverse Einzelne berühren, wurde neu bewusst. In der Gruppe herrschte große Offenheit; im Plenum wurden viele Fragen gestellt und diskutiert – und auch bei den Mahlzeiten blieben immer einige noch länger am Tisch, ins Gespräch versunken. Wie ermutigend war es zu hören, was in so mancher Gemeinde an Segnungsgebet angeboten und durchgeführt wird! Anlass zum Gebet war, wenn es an anderer Stelle um Schwierigkeiten und Gegenwind ging. Christine Siekermann gab sehr persönliche Erfahrungen weiter und brachte als Gestalttherapeutin und Gebetsseelsorgerin viele kreative Elemente ein. Ein von ihr gemaltes Bild mit einem überfließenden Brunnen zog immer wieder die Blicke an. Gottes Segen fließt! Die wunderbaren Lobpreiszeiten leiteten Michael und Madita Schiffner aus Leipzig.

Links: Gott sagt: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“ (1. Mose, Kap. 12, V. 2): Gottes Segen fließt zu uns und von uns zu anderen weiter. Bild von Christine Siekermann.
Rechts: Mitarbeitende und Referenten des „Segnen“-Seminars (v. li.): Pfr. i.R. Christoph Siekermann, Sabine Brackhahn, Christine Siekermann (alle GGE Westfalen), Michael u. Madita Schiffner (Leipzig), Diakonin Silvia Jöhring-Langert (GGE Westfalen).
Jeder darf (und soll) segnen!
Mit nach Hause in unsere Gemeinden nehmen wir alle die wertvolle biblische Lehre, die Übungen und die schriftlichen praktischen Anleitungen, unter anderem zum Salben mit Öl, was für Einige ganz neu war. Viele haben sich entschieden, die Inhalte des Seminars umzusetzen: „Bisher habe ich zuhause allein viel Fürbitte getan, jetzt möchte ich das Gelernte anwenden und Besuche machen, bei denen ich konkret anbiete: ,Darf ich dich segnen?’“, so eine Rückmeldung. Mehrere Teilnehmer engagieren sich in ihren Gemeinden als Prädikanten, führen also Gottesdienste ohne Pfarrer durch und leben an dieser Stelle bereits „Kirche ohne Hauptamtliche“ – für diesen Dienst wollten sie sich weiter zurüsten lassen. Mit diesem Seminarangebot möchten wir als GGE – gemeinsam mit den anderen Erneuerungsbewegungen – das „Priestertum aller Gläubigen“ stärken (vgl. Offenbarung, Kap. 1, V. 5-6, und 1. Petrusbrief, Kap. 2, V. 9), zu dem wir alle als Christen berufen sind. Wir möchten ehrenamtlich Mitarbeitende ausbilden helfen, für eine neue, künftige Gestalt der Kirche.
Denn jeder darf und soll segnen! Geistlich erfrischt, ermutigt und gestärkt ist die Gruppe auseinandergegangen, vor allem aber gut gerüstet, um in der Vollmacht unseres Herrn anderen mit Gottes Verheißung an Abraham, den „Vater aller Glaubenden“, zuzusprechen: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein!“ (1. Buch Mose, Kap. 12, V. 2).
